Bukahara

Freitag

Mit „Tales of the Tides“ legt die Global-Folkband Bukahara ihre bislang homogenste Musik vor. Das Album der größten unbekannten Band Deutschlands basiert auf sehnsuchtsvoller Rootsmusik und ist geprägt von einem postmigrantischen, grenzüberschreitenden und freiheitlichen Selbstverständnis. Damit gehen Bukahara jetzt in die größten Hallen und auch auf unsere Festivalbühne! Wie Sprache missbraucht werden kann, lässt sich an der etymologischen Geschichte des zunächst harmlos erscheinenden Wortes „Flut“ ablesen: Eigentlich beschreibt der Begriff ja nichts anderes als das Ansteigen von Wasser, hier vor allem: des Meereswasserstandes im Rahmen der Gezeiten. Ein harmonischer, überaus natürlicher Vorgang im Zusammenspiel von Mond, Sonne und der Rotation der Erde, den wir spätestens in der Grundschule erklärt bekommen. Bereits seit der Antike wurden indes auch dystopische Umwälzungsnarrative immer wieder von metaphorischen oder tatsächlichen Fluten begleitet, in den Mythen vieler Weltkulturen wimmelt es nur so von unheilbringenden Überschwemmungen aka Sintfluten, meist als göttliche Strafe für menschliches Fehlverhalten. Und klar: Auch aktuell leben wir in einer Zeit, in der das Wort Flut ein zunehmend negativ konnotiertes Reframing erfährt – und damit sind wir bei Bukahara und ihrem fantastischen Album „Tales of The Tides“.